Alles Gute kommt von oben – Krisenaufbruch ist Chefsache

Trotz existenzbedrohender Auswirkungen durch die Corona-Krise ist in vielen mittelständischen Unternehmen und KMUs kein richtiger Neustart zu verspüren. Gleichzeitig schwächelt der Beratermarkt. Viele Firmenchefs und Führungskräfte haben scheinbar Bedenken vor zu starken Veränderungen und externer Hilfe zur Zukunftsgestaltung. Wie kommt das? Wie können Unternehmen die Hürde nehmen, einen neuen Aufbruch zu schaffen und die richtigen Hebel in Bewegung zu setzen?

Die Vorurteile: archaische Stereotype

Einige Verantwortliche in Leitungspositionen lehnen externe Beratungsangebote grundsätzlich ab. Interessant ist bei der derzeit gehäuften Ablehnung externer Unterstützung, dass angeblich meist nicht die Beratungskosten ausschlaggebend seien. Stattdessen werden oft Stereotype angeführt, die in einer globalisierten Wirtschaft und aufgrund vielfältigster Spezialisierungen als längst überholt gelten. Es gibt im Mittelstand beispielsweise immer noch Bedenken gegen:

  • Professionelle Management-Tools:
    „Das funktioniert im Mittelstand nicht.“
    „So etwas haben wir bislang auch nicht gebraucht.“
  • Erprobte Management-Theorien:
    „In der Praxis sieht alles ganz anders aus.“
    „Diese Theorien sind nur etwas für Lehrbücher.“
  • Externe Beratung allgemein:
    „Beratungen haben keine Ahnung von unserem Geschäft.“
    „Berater verkaufen uns nur unser eigenes Wissen.“

Das Kernproblem: unzureichende Veränderungsbereitschaft der Führung

Diese Aussagen und deren Motive ähneln oder gleichen sogar denen, die bei Widerständen gegen Veränderungen häufig auftreten, wie sie das Buch „Changeprozesse positiv gestalten“ ausführlich beschreibt. Untersucht man die Bedenken genauer, erkennt man schnell, dass den Widerständen sehr menschliche Verhaltensweisen und kulturelle Mechanismen zugrunde liegen, denen die Verantwortlichen aktiv begegnen können.

Die Ursache: altbekannte menschliche Motive

Was sind die bewussten und unbewussten Motive für diese Widerstände?

  • Angst:
    Vielleicht bringen Berater Methoden, die alles verändern und die eigene Position schwächen könnten.
  • Mangelndes oder unzureichendes Verständnis:
    Manche Führungskraft hat keinen externen Vergleich und kann sich nicht vorstellen, dass es externe Lösungsmöglichkeiten für ihre Herausforderungen gibt.
  • Wenig Zutrauen in Externe und deren Methoden:
    Schlechte Erfahrungen oder Negatives vom Hörensagen schwächen das Zutrauen in Neues.
  • Scham:
    Berater im Haus könnten signalisieren, dass die Führung die Lage nicht mehr voll im Griff hat und mit ihrem Latein am Ende ist.
  • Glorifizierung der Vergangenheit:
    Eine oft übertrieben beschönigte Firmenhistorie bewahrt alte Muster und zerstreut die Vorstellung von der Möglichkeit einer besseren Zukunft

Unternehmen glänzen vom Kopf weg

Ein bekannter, wenn auch unschöner Spruch lautet: Der Fisch stinkt vom Kopf weg. Ich drehe das einfach mal um: Auch der Glanz kommt von oben! Wenn die Unternehmensleitung mit sichtbarem Veränderungswillen vorangeht, wird auch in der Belegschaft Aufbruchstimmung entstehen. Das heißt, in der Krise können Firmenlenker ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion bestens nachkommen, wenn sie sich für Neues, Veränderungen und externes Knowhow öffnen. Hier ist Leadership gefragt, um mit Offenheit den Weg aus der Krise in eine neue, glänzendere Zukunft zu bahnen.

Guter Rat …

… muss nicht teuer sein, kann aber viel Geld sparen. Rat einzuholen ist kein schlechtes Management sondern ein Zeichen von Sorgfalt und Professionalität. Die meisten Unternehmen beauftragen Steuerberater, um Steuern zu sparen. Die Expertise anderer Berater (IT-Berater meist ausgenommen) scheuen hingegen viele, obwohl sie dadurch häufig Kosten sparen könnten. In Krisenzeiten und bei Veränderungsvorhaben kann externer Support jedoch sogar überlebenswichtig sein.

Was sollten Firmenchefs tun?

Die ureigenste Aufgabe von Unternehmenslenkern ist neben der Sicherung des operativen Geschäfts die Gestaltung der Zukunft. Wenn die Bordmittel hierfür nicht ausreichen, muss man sich von außen neue Ideen, Know-how und Expertise holen. Projekte zur strategischen Zukunftsgestaltung, Restrukturierung oder Benchmarkings können hier wertvolle Ergebnisse liefern. Expertise kann man auch durch Training oder einfach nur durch das Studium von Büchern an Bord holen. Den Firmenchefs kommt hier die zentrale Antreiber- und Vorbildrolle zu. Der erste Schritt, beispielsweise ein Reflexionsgespräch, öffnet aber den Weg für wirksame Unterstützung.

Bereit für Veränderungen?

Im Wandel handlungsfähig zu bleiben und das Beste zu erreichen, das ist Günther Schöffners Leitfaden in der Beratung und Begleitung von Unternehmen, die Veränderungen aus eigener Kraft nicht hinreichend bewältigen können. Indem er Unternehmen und Führungskräfte mit praxisorientiertem Wissen zurück zur eigenen Handlungsfähigkeit bringt, wird eine nachhaltige Entwicklung von Menschen und Organisationen möglich. Einen besonderen Fokus legt er dabei auf eine veränderungsorientierte Unternehmenskultur.

Sein Buch „Changeprozesse positiv gestalten“ packt mit vielen Lösungsmöglichkeiten dort an, wo andere aufgeben.