KI ist mehr als Technologieentwicklung – Augen auf für kulturelle Wechselwirkungen

KI ist mehr als Technologieentwicklung – Augen auf für kulturelle Wechselwirkungen

Künstliche Intelligenz bringt nicht nur einfache Angestellte, sondern auch auch Management-Teams in Habachstellung. Viele fürchten, ihren Job oder ihre Autonomie zu verlieren. Die meisten sehen in KI mindestens so viele Chancen wie Risiken. Die einfache Antwort lautet: Abwarten ist keine Option, wenn Digitale Ökosysteme smarte KI-Systeme so in ihre Plattformen einbinden, dass wir neue Verbindungen von Unternehmen, Menschen und Maschinen erleben. Jetzt ist es Zeit für Führungskräfte und HR-Verantwortliche, über ihren eigenen Verantwortungsbereich hinaus auf strategische Weichenstellungen zu achten, um frühzeitig den Wandel zu menschenzentrierter KI mitzudenken. Diese 5 Phänomene lohnt es im Auge zu behalten:

1. Smarte Produkte und Dienstleistungen

Im Zuge der Automatisierung werden in Software und Maschinen laufend Daten durch Betrieb oder Nutzung erfasst. Aus der Analyse dieser Daten heraus beginnen Unternehmen, ihre Angebote zu veredeln oder neue Produkte und Services zu entwickeln.

2. Digitalisierung im Geschäftsmodell

Einen Schritt weiter gehen rein digitale Güter, die im Gegensatz zu physischen Produkten nicht mehr durch erforderliche Investition, Logistik oder Haltbarkeit limitiert sind. Manche Unternehmen gehen den Schritt, ihr Geschäftsmodell komplett auf digitale Güter umzustellen, deren Wert vor allem in Nutzungsdaten besteht. Schleichend entwickeln sich so die ökonomischen Spielregeln weiter, da solche KI-basierten Geschäftsmodelle Unmengen an Daten benötigen, die mittels lernender Systeme analysiert werden.

3. Plattformen und Ökosysteme

KI-basierte Geschäftsmodelle bauen auf umfangreiche Trainingsdaten, die sich nicht allein durch Nutzerinnen und Nutzer generieren lassen. Unternehmen schließen solche Lücken häufig mit Datenplattformen, wo Daten ausgewertet werden, um Muster zu erkennen oder Vorhersagen zu treffen. Mithilfe von Partnern können die Organisationen dort datengetriebene Geschäftsmodelle realisieren, so entstehen aus der Partnerschaft digitale Plattformen, auf denen Unternehmen in wirtschaftlichen Ökosystemen zusammenarbeiten.

4. Neue Vernetzungsformate

Auf gemeinsamen Plattformen entsteht durch KI-basierte Geschäftsmodelle eine neue Form der Vernetzung. Unternehmen bieten einerseits ihre eigenen datengetriebene Produkte und Services an, sie können andererseits dort selbst das Wissen ihrer Partner nutzen oder ihre Erkenntnisse aus der Datenanalyse anderen Unternehmen anbieten.

5. Unternehmensübergreifende Geschäftsmodelle

Partnerschaften, die Unternehmen so tief miteinander vernetzen lassen mittelfristig auch unternehmens- und branchenübergreifende Produktlösungen entstehen wie z.B. Mobilitäts-Apps. Am Beispiel E-Mobilität lässt sich aufzeigen, dass es mehr als ein Unternehmen braucht, um die Reise- und Laderouten zu optimieren, individuelle Präferenzen für Verkehrsmittel und -wege zu berücksichtigen oder die schnellsten und billigsten Transportmittel über verschiedene Dienstleister hinweg zu berechnen. Mit an Bord ist idealerweise auch das Ticketing und die Abrechnung. Lernende Systeme ermöglichen solch komplexe Produkte und können in Echtzeit personalisierte Services anbieten.

Die gute Nachricht: KI ist mehr als Technologieentwicklung. In der Begleitung müssen HR und Führungskräfte nicht zwingend in die Tiefe der KI-Algorithmen aufbrechen, sondern können zunächst die Wechselwirkungen zwischen KI-Technologie und Anwendungen in der Praxis ihrer Unternehmen beobachten. Wer sich mit KI nicht nur zur Digitalisierung seiner Tagesprozesse befasst, sondern sich auch für neue Geschäftsmodelle und Geschäftsprozesse interessiert, dem fällt es leichter die Arbeitskultur mitzugestalten.

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