Mächtig sind die, die Wissen systematisch teilen

Mächtig sind die, die Wissen systematisch teilen

Wäre es nicht schön, wenn Sie das richtige Wissen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort finden?

Damit Organisationen widerstandsfähig werden und bleiben ist vorerst die Entwicklung von jedem einzelnen Mitarbeitenden von hoher Bedeutung. Gute und motivierte Individuen schaffen gemeinsam eine starke Organisation.

Was hat die persönliche Entwicklung mit dem Wissensmanagement zu tun?

Jeder Weg beginnt bei sich selbst. Denn wenn ich nicht weiss, was ich weiss und wie ich andere dabei unterstützen kann, dient das weder mir noch der Organisation. Umgekehrt ist es hilfreich, wenn ich weiss, wo ich fehlendes Wissen holen kann.

Um sich einen persönlichen Überblick zu verschaffen ist eine Wissens-SWOT-Analyse von Nutzen:

Stärken: Welche Fähigkeiten besitze ich? Wo liegen meine Wissensschwerpunkte? Was schätzen andere an mir?

Schwächen: Wobei fühle ich mich unsicher? Was ärgert meine Kolleg*innen an mir? Wo habe ich Lernbedarf?

Möglichkeiten: Welche Herausforderungen reizen mich? Aus welche Veränderungen muss ich in Zukunft reagieren?

Risiken: Welche Veränderungen stehen der Organisation bevor? Wie sicher ist Ihr Arbeitsplatz?

Mit der Übersicht Ihrer Antworten können Sie systematisch Ziele ableiten. Sei dies in Form von Wissens- oder Netzwerkaufbau.

Und wie geht es weiter?

Einige Unternehmen starten bereits Initiativen, um eine Form von Reverse Mentoring in ihren Unternehmen zu etablieren. Im Fokus steht dabei der Wandel der Unternehmenskultur und der Einsatz mobiler Technologien.

Doch wie kann ein Unternehmen Reverse Mentoring umsetzen?

Der Vorteil von Reverse Mentoring ist, dass eine Umsetzung individuell nach den Bedürfnissen der jeweiligen Organisation eingesetzt werden kann. Schmerzpunkte und eine IST Analyse gelten als Bedingung für die Ausgangslage und Zieldefinition. Es stellt sich hier die Frage, was man mit dem Einsatz von Reverse Mentoring erreichen, verbessern oder verändern will. Reverse Mentoring ist weder ein standardisierter Prozess noch eine eins-zu-eins-Methode. Sie ist vielmehr eine Kultur und Führungshaltung.

Eines vorweg. Um in Zukunft erfolgreich zu bleiben, ist es ratsam, dass sich Unternehmen mit Reverse Mentoring auseinandersetzen. Der Wertewandel zwingt zum Umdenken. Denn die nachfolgenden Generationen streben nach einem sinnvollen Wirken in der Organisation.

Um Reverse Mentoring zu implementieren, muss man zunächst der Grundgedanke verstehen. Die Methode ermöglicht es Menschen, einen Sinn in ihrer Tätigkeit zu finden.

Dies kann erreicht werden, indem man es einem jedem ermöglicht, selbstorganisiert zu arbeiten und seine jeweils persönlichen Ziele zu verfolgen. So wird die intrinsische Motivation weiter gestärkt. Dafür braucht es entsprechende Strukturen und neue Leadershipskills. Organisationen sollten sich vermehrt zu einer Netzwerkorganisation transformieren. Kontrolle und Micromanagement von Aufgaben zerstören Selbstorganisation und demotiviert das Individuum.

Was bedeutet das für die Führung? Die Aufgabe der Führungsperson von Jetzt und Morgen bewegt sich von der Aufgabendelegation hin zu Mentoring, Coaching, Orchestrierung von Aufgaben und Team und fungiert inspirierend und visionär. Moderne Organisationen bestehen aus selbstorganisierten Teams, welche von Führungspersonen befähigt und unterstützt werden.

Auf die vier folgenden Komponenten basiert das Reverse Mentoring:

  1. Menschen
  2. Arbeitsumgebung
  3. Arbeitsmodelle
  4. Prinzipien.

Diese vier Komponente bedingen sich gegenseitig und müssen mit der Unternehmensstrategie deckungsgleich sein. Nur so kann das Konzept verankert und eine neue Kultur erschaffen werden. Diese Kultur soll Wandel fördern und alte Denkmuster aufbrechen.

Praxisbeispiele und Erfahrungen aus Grossunternehmen, Wissensinstituten, Verbänden und Versicherung werden in unserem Buch «Reverse Mentoring – den Wissenstransfer zwischen Generationen gestalten.» geteilt. Die theoretischen Grundlagen zum Wissensmanagement, Selbstführung und Resilienz bilden die Basis für eine erfolgreiche Implementierung nach unserem Reverse Mentoring Canvas.

Werden Sie Teil unserer Vision, etablieren Sie die Methode in Ihrer Organisation. Sorgen Sie so für ein besseres Miteinander indem Wissen, Erfahrung geteilt werden und Vertrauen und Verständnis im Vordergrund stehen. Fernab von Alter, Bereich und Hierarchie.

Hier geht es zu den Beiträgen der Serie von Sandra Jauslin und Javier Hernández:

Die Sehnsucht, etwas zu bewegen, wohnt in allen von uns und kennt keine Altersgrenzen

Die Sicht der Generation Y: Reverse Mentoring beginnt mit der Frage, was man wirklich tun möchte

Wissensmanagement: Wissen gewusst wie weitergeben